ABCD2 Score – Schlaganfallrisiko nach TIA
7-Tages-Schlaganfallrisiko nach TIA (Score 0–7)
Zusätzliche Angaben
Warnung
Dieses Tool dient nur zu Bildungszwecken und stellt keine professionelle Beratung oder einen Ersatz für professionelle Beratung dar. Das Tool sollte nicht dazu verwendet werden, medizinische Diagnosen zu stellen und/oder medizinische Behandlungen durchzuführen.
Allgemeine Beschreibung
Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ist das zeitweilige Auftreten von Schlaganfall-Symptomen, die durch eine zeitweilige Unterbrechung der Blutversorgung des Zentralnervensystems verursacht werden, und verursacht keine bleibenden Schädigungen. Allerdings besteht nach einer TIA ein erhöhtes Schlaganfallrisiko: Bei etwa einem Viertel aller Schlaganfall-Patienten ging dem Schlaganfall eine TIA voraus.
Der ABCD²-Score ist ein 7-Punkte-Stratifizierungs-Tool für die Erkennung von Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko nach einer TIA. Der Score beruht auf einer Kombination von 5 Variablen: Alter, Blutdruck, Symptome (Clinical Features), Dauer der Symptome und Diabetes mellitus – daher das Akronym ABCD². Anhand des berechneten Scores werden die Patienten nach den Risikokategorien geringes Risiko (0–3 Punkte), mäßiges Risiko (4–5 Punkte) und hohes Risiko (6–7 Punkte) stratifiziert. Zu jeder Kategorie wird eine Schätzung des 2-, 7- und 90-Tages-Schlaganfallrisikos angegeben.
Der ABCD²-Score wurde von Johnston et al. entwickelt. Dazu kombinierten Johnston et al. zwei bereits verfügbare validierte klinische Entscheidungsfindungs-Tools: den ABCD-Score und den California-Score. Der ABCD²-Score ist extern validiert und wird in den Leitlinien der European Stroke Organisation (ESO) sowie der American Heart Association (AHA) als einer von mehreren Scores für die TIA-Risikostratifizierung empfohlen.
In ihren Leitlinien zum Management der TIA verwendet die ESO einen ABCD²-Score von ≥ 4 für die Definition einer Hochrisiko-TIA. Die ESO rät jedoch davon ab, für die Erkennung von Hochrisikopatienten nur Prognose-Tools (wie den ABCD²-Score) zu verwenden und Triage- oder Therapieentscheidungen bei Patienten mit TIA-Verdacht nur auf der Grundlage von solchen Prognose-Tools zu treffen, da ihre Sensitivität begrenzt ist.
Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ist das zeitweilige Auftreten von Schlaganfall-Symptomen, die durch eine zeitweilige Unterbrechung der Blutversorgung des Zentralnervensystems verursacht werden, und verursacht keine bleibenden Schädigungen. Allerdings besteht nach einer TIA ein erhöhtes Schlaganfallrisiko: Bei etwa einem Viertel aller Schlaganfall-Patienten ging dem Schlaganfall eine TIA voraus.
Der ABCD²-Score ist ein 7-Punkte-Stratifizierungs-Tool für die Erkennung von Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko nach einer TIA. Der Score beruht auf einer Kombination von 5 Variablen: Alter, Blutdruck, Symptome (Clinical Features), Dauer der Symptome und Diabetes mellitus – daher das Akronym ABCD². Anhand des berechneten Scores werden die Patienten nach den Risikokategorien geringes Risiko (0–3 Punkte), mäßiges Risiko (4–5 Punkte) und hohes Risiko (6–7 Punkte) stratifiziert. Zu jeder Kategorie wird eine Schätzung des 2-, 7- und 90-Tages-Schlaganfallrisikos angegeben.
Der ABCD²-Score wurde von Johnston et al. entwickelt. Dazu kombinierten Johnston et al. zwei bereits verfügbare validierte klinische Entscheidungsfindungs-Tools: den ABCD-Score und den California-Score. Der ABCD²-Score ist extern validiert und wird in den Leitlinien der European Stroke Organisation (ESO) sowie der American Heart Association (AHA) als einer von mehreren Scores für die TIA-Risikostratifizierung empfohlen.
In ihren Leitlinien zum Management der TIA verwendet die ESO einen ABCD²-Score von ≥ 4 für die Definition einer Hochrisiko-TIA. Die ESO rät jedoch davon ab, für die Erkennung von Hochrisikopatienten nur Prognose-Tools (wie den ABCD²-Score) zu verwenden und Triage- oder Therapieentscheidungen bei Patienten mit TIA-Verdacht nur auf der Grundlage von solchen Prognose-Tools zu treffen, da ihre Sensitivität begrenzt ist.
Referenzwerte
Niedriges Risiko
0–3Moderates Risiko
4–5Hohes Risiko
6–7Formel
Alter: < 60 Jahre (0 Punkte), ≥ 60 Jahre (+1 Punkt)
Blutdruck: < 140/90 mmHg (0 Punkte), ≥ 140/90 mmHg (+1 Punkt)
Klinische Symptome der TIA: einseitige Schwäche (+2 Punkte), Sprechstörungen ohne Schwäche (+1 Punkt), andere Symptome (0 Punkte)
Dauer der Symptome: ≥ 60 Minuten (+2 Punkte), 10–59 Minuten (+1 Punkt), < 10 Minuten (0 Punkte)
Diabetes mellitus in der Anamnese (+1 Punkt)
Literaturverzeichnis
Johnston S, Rothwell P, Nguyen-Huynh M, Giles M, Elkins J, Bernstein A et al. Validation and refinement of scores to predict very early stroke risk after transient ischaemic attack. The Lancet. 2007;369(9558):283-292.
Fothergill A, Christianson T, Brown R, Rabinstein A. Validation and Refinement of the ABCD2 Score. Stroke. 2009;40(8):2669-2673.
Version
1
Über dieses Tool
Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ist das zeitweilige Auftreten von Schlaganfall-Symptomen, die durch eine zeitweilige Unterbrechung der Blutversorgung des Zentralnervensystems verursacht werden, und verursacht keine bleibenden Schädigungen. Allerdings besteht nach einer TIA ein erhöhtes Schlaganfallrisiko: Bei etwa einem Viertel aller Schlaganfall-Patienten ging dem Schlaganfall eine TIA voraus.
Der ABCD²-Score ist ein 7-Punkte-Stratifizierungs-Tool für die Erkennung von Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko nach einer TIA. Der Score beruht auf einer Kombination von 5 Variablen: Alter, Blutdruck, Symptome (Clinical Features), Dauer der Symptome und Diabetes mellitus – daher das Akronym ABCD². Anhand des berechneten Scores werden die Patienten nach den Risikokategorien geringes Risiko (0–3 Punkte), mäßiges Risiko (4–5 Punkte) und hohes Risiko (6–7 Punkte) stratifiziert. Zu jeder Kategorie wird eine Schätzung des 2-, 7- und 90-Tages-Schlaganfallrisikos angegeben.
Der ABCD²-Score wurde von Johnston et al. entwickelt. Dazu kombinierten Johnston et al. zwei bereits verfügbare validierte klinische Entscheidungsfindungs-Tools: den ABCD-Score und den California-Score. Der ABCD²-Score ist extern validiert und wird in den Leitlinien der European Stroke Organisation (ESO) sowie der American Heart Association (AHA) als einer von mehreren Scores für die TIA-Risikostratifizierung empfohlen.
In ihren Leitlinien zum Management der TIA verwendet die ESO einen ABCD²-Score von ≥ 4 für die Definition einer Hochrisiko-TIA. Die ESO rät jedoch davon ab, für die Erkennung von Hochrisikopatienten nur Prognose-Tools (wie den ABCD²-Score) zu verwenden und Triage- oder Therapieentscheidungen bei Patienten mit TIA-Verdacht nur auf der Grundlage von solchen Prognose-Tools zu treffen, da ihre Sensitivität begrenzt ist.
Der ABCD²-Score ist ein 7-Punkte-Stratifizierungs-Tool für die Erkennung von Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko nach einer TIA. Der Score beruht auf einer Kombination von 5 Variablen: Alter, Blutdruck, Symptome (Clinical Features), Dauer der Symptome und Diabetes mellitus – daher das Akronym ABCD². Anhand des berechneten Scores werden die Patienten nach den Risikokategorien geringes Risiko (0–3 Punkte), mäßiges Risiko (4–5 Punkte) und hohes Risiko (6–7 Punkte) stratifiziert. Zu jeder Kategorie wird eine Schätzung des 2-, 7- und 90-Tages-Schlaganfallrisikos angegeben.
Der ABCD²-Score wurde von Johnston et al. entwickelt. Dazu kombinierten Johnston et al. zwei bereits verfügbare validierte klinische Entscheidungsfindungs-Tools: den ABCD-Score und den California-Score. Der ABCD²-Score ist extern validiert und wird in den Leitlinien der European Stroke Organisation (ESO) sowie der American Heart Association (AHA) als einer von mehreren Scores für die TIA-Risikostratifizierung empfohlen.
In ihren Leitlinien zum Management der TIA verwendet die ESO einen ABCD²-Score von ≥ 4 für die Definition einer Hochrisiko-TIA. Die ESO rät jedoch davon ab, für die Erkennung von Hochrisikopatienten nur Prognose-Tools (wie den ABCD²-Score) zu verwenden und Triage- oder Therapieentscheidungen bei Patienten mit TIA-Verdacht nur auf der Grundlage von solchen Prognose-Tools zu treffen, da ihre Sensitivität begrenzt ist.
