Revised Geneva Score – Lungenembolie
PE-Vortestwahrscheinlichkeit ohne klinisches Ermessen
LE unwahrscheinlich
Prävalenz der LE: 12,9 %
NaN
Zusätzliche Angaben
Warnung
Dieses Tool dient nur zu Bildungszwecken und stellt keine professionelle Beratung oder einen Ersatz für professionelle Beratung dar. Das Tool sollte nicht dazu verwendet werden, medizinische Diagnosen zu stellen und/oder medizinische Behandlungen durchzuführen.
Allgemeine Beschreibung
Die Lungenembolie (LE) ist ein häufiger kardiopulmonaler Notfall, der schwer zu diagnostizieren ist und der einer sorgfältigen Verdachtsabklärung bedarf. Es existieren verschiedene klinische Entscheidungsalgorithmen (darunter der Wells-Score und der Geneva-Score), die die diagnostische Abklärung bei Patienten mit Verdacht auf LE unterstützen.
Im Jahr 2006 wurde der ursprüngliche, 3-stufige Geneva-Score überarbeitet, um ihn bezüglich der zu berücksichtigenden klinischen Parameter zu vereinfachen. In der Folge wurden zwei weitere Versionen des revidierten Geneva-Scores entwickelt, um seine Berechnung zu erleichtern (vereinfachte Version) bzw. um ihn an unterschiedliche klinische Situationen anzupassen (zweistufige Version).
Alle Versionen des revidierten Geneva-Scores beinhalten 8 Items: 4 Risikofaktoren (Alter, frühere Thrombosen, kürzlich stattgehabte Operationen oder Frakturen, maligne Erkrankungen), 2 Symptome (einseitiger Beinschmerz, Hämoptyse), 2 klinische Befunde (Herzfrequenz, Schmerz bei Palpation der Beinvenen). Der sich daraus ergebende Score stratifiziert die Patienten beim revidierten dreistufigen Geneva-Score in drei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit einer LE (gering, mittel oder hoch), beim vereinfachten zweistufigen Geneva-Score in zwei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit (unwahrscheinlich, wahrscheinlich).
Im Allgemeinen sollte der dreistufige Score vorzugsweise in Kombination mit einem hochsensitiven D-Dimer-Test angewendet werden (um den Anteil der Patienten zu erhöhen, bei denen eine Lungenembolie ausgeschlossen werden kann). Der zweistufige Score kann verwendet werden, wenn nur ein weniger empfindlicher D-Dimer-Test zur Verfügung steht (um die diagnostische Ausbeute zu erhöhen). D-Dimer-Tests sollten in den Gruppen mit mittlerer und hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer LE nicht zum Ausschluss einer LE verwendet werden.
Sowohl der revidierte als auch der vereinfachte revidierte Geneva-Score wurden extern validiert und werden in den ESC-Leitlinien 2019 für die Diagnose und Behandlung der akuten Lungenembolie zur Beurteilung der klinischen (Vortest-)Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie empfohlen.
Die Lungenembolie (LE) ist ein häufiger kardiopulmonaler Notfall, der schwer zu diagnostizieren ist und der einer sorgfältigen Verdachtsabklärung bedarf. Es existieren verschiedene klinische Entscheidungsalgorithmen (darunter der Wells-Score und der Geneva-Score), die die diagnostische Abklärung bei Patienten mit Verdacht auf LE unterstützen.
Im Jahr 2006 wurde der ursprüngliche, 3-stufige Geneva-Score überarbeitet, um ihn bezüglich der zu berücksichtigenden klinischen Parameter zu vereinfachen. In der Folge wurden zwei weitere Versionen des revidierten Geneva-Scores entwickelt, um seine Berechnung zu erleichtern (vereinfachte Version) bzw. um ihn an unterschiedliche klinische Situationen anzupassen (zweistufige Version).
Alle Versionen des revidierten Geneva-Scores beinhalten 8 Items: 4 Risikofaktoren (Alter, frühere Thrombosen, kürzlich stattgehabte Operationen oder Frakturen, maligne Erkrankungen), 2 Symptome (einseitiger Beinschmerz, Hämoptyse), 2 klinische Befunde (Herzfrequenz, Schmerz bei Palpation der Beinvenen). Der sich daraus ergebende Score stratifiziert die Patienten beim revidierten dreistufigen Geneva-Score in drei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit einer LE (gering, mittel oder hoch), beim vereinfachten zweistufigen Geneva-Score in zwei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit (unwahrscheinlich, wahrscheinlich).
Im Allgemeinen sollte der dreistufige Score vorzugsweise in Kombination mit einem hochsensitiven D-Dimer-Test angewendet werden (um den Anteil der Patienten zu erhöhen, bei denen eine Lungenembolie ausgeschlossen werden kann). Der zweistufige Score kann verwendet werden, wenn nur ein weniger empfindlicher D-Dimer-Test zur Verfügung steht (um die diagnostische Ausbeute zu erhöhen). D-Dimer-Tests sollten in den Gruppen mit mittlerer und hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer LE nicht zum Ausschluss einer LE verwendet werden.
Sowohl der revidierte als auch der vereinfachte revidierte Geneva-Score wurden extern validiert und werden in den ESC-Leitlinien 2019 für die Diagnose und Behandlung der akuten Lungenembolie zur Beurteilung der klinischen (Vortest-)Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie empfohlen.
Ergebnisbereiche für den dreistufigen revidierten Geneva-Score
Geringe klinische Wahrscheinlichkeit einer LE
Prävalenz der LE: 8 %
≤ 3Prävalenz der LE: 8 %
Mittlere klinische Wahrscheinlichkeit einer LE
Prävalenz der LE: 28 %
4–10Prävalenz der LE: 28 %
Hohe klinische Wahrscheinlichkeit einer LE
Prävalenz der LE: 74 %
≥ 11Prävalenz der LE: 74 %
LE: Lungenembolie
Ergebnisbereiche für den zweistufigen vereinfachten revidierten Geneva-Score
LE unwahrscheinlich
Prävalenz der LE: 12,9 %
≤ 2Prävalenz der LE: 12,9 %
LE wahrscheinlich
Prävalenz der LE: 41,6 %
≥ 3Prävalenz der LE: 41,6 %
LE: Lungenembolie
Literaturverzeichnis
Le Gal, Grégoire et al. “Prediction of pulmonary embolism in the emergency department: the revised Geneva score.” Annals of internal medicine vol. 144,3 (2006): 165-71. doi:10.7326/0003-4819-144-3-200602070-00004
Klok, Frederikus A et al. “Simplification of the revised Geneva score for assessing clinical probability of pulmonary embolism.” Archives of internal medicine vol. 168,19 (2008): 2131-6. doi:10.1001/archinte.168.19.2131
Konstantinides, Stavros V et al. “2019 ESC Guidelines for the diagnosis and management of acute pulmonary embolism developed in collaboration with the European Respiratory Society (ERS): The Task Force for the diagnosis and management of acute pulmonary embolism of the European Society of Cardiology (ESC).” The European respiratory journal vol. 54,3 1901647. 9 Oct. 2019, doi:10.1183/13993003.01647-2019
Ceriani, E et al. “Clinical prediction rules for pulmonary embolism: a systematic review and meta-analysis.” Journal of thrombosis and haemostasis : JTH vol. 8,5 (2010): 957-70. doi:10.1111/j.1538-7836.2010.03801.x
Version
1
Über dieses Tool
Die Lungenembolie (LE) ist ein häufiger kardiopulmonaler Notfall, der schwer zu diagnostizieren ist und der einer sorgfältigen Verdachtsabklärung bedarf. Es existieren verschiedene klinische Entscheidungsalgorithmen (darunter der Wells-Score und der Geneva-Score), die die diagnostische Abklärung bei Patienten mit Verdacht auf LE unterstützen.
Im Jahr 2006 wurde der ursprüngliche, 3-stufige Geneva-Score überarbeitet, um ihn bezüglich der zu berücksichtigenden klinischen Parameter zu vereinfachen. In der Folge wurden zwei weitere Versionen des revidierten Geneva-Scores entwickelt, um seine Berechnung zu erleichtern (vereinfachte Version) bzw. um ihn an unterschiedliche klinische Situationen anzupassen (zweistufige Version).
Alle Versionen des revidierten Geneva-Scores beinhalten 8 Items: 4 Risikofaktoren (Alter, frühere Thrombosen, kürzlich stattgehabte Operationen oder Frakturen, maligne Erkrankungen), 2 Symptome (einseitiger Beinschmerz, Hämoptyse), 2 klinische Befunde (Herzfrequenz, Schmerz bei Palpation der Beinvenen). Der sich daraus ergebende Score stratifiziert die Patienten beim revidierten dreistufigen Geneva-Score in drei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit einer LE (gering, mittel oder hoch), beim vereinfachten zweistufigen Geneva-Score in zwei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit (unwahrscheinlich, wahrscheinlich).
Im Allgemeinen sollte der dreistufige Score vorzugsweise in Kombination mit einem hochsensitiven D-Dimer-Test angewendet werden (um den Anteil der Patienten zu erhöhen, bei denen eine Lungenembolie ausgeschlossen werden kann). Der zweistufige Score kann verwendet werden, wenn nur ein weniger empfindlicher D-Dimer-Test zur Verfügung steht (um die diagnostische Ausbeute zu erhöhen). D-Dimer-Tests sollten in den Gruppen mit mittlerer und hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer LE nicht zum Ausschluss einer LE verwendet werden.
Sowohl der revidierte als auch der vereinfachte revidierte Geneva-Score wurden extern validiert und werden in den ESC-Leitlinien 2019 für die Diagnose und Behandlung der akuten Lungenembolie zur Beurteilung der klinischen (Vortest-)Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie empfohlen.
Im Jahr 2006 wurde der ursprüngliche, 3-stufige Geneva-Score überarbeitet, um ihn bezüglich der zu berücksichtigenden klinischen Parameter zu vereinfachen. In der Folge wurden zwei weitere Versionen des revidierten Geneva-Scores entwickelt, um seine Berechnung zu erleichtern (vereinfachte Version) bzw. um ihn an unterschiedliche klinische Situationen anzupassen (zweistufige Version).
Alle Versionen des revidierten Geneva-Scores beinhalten 8 Items: 4 Risikofaktoren (Alter, frühere Thrombosen, kürzlich stattgehabte Operationen oder Frakturen, maligne Erkrankungen), 2 Symptome (einseitiger Beinschmerz, Hämoptyse), 2 klinische Befunde (Herzfrequenz, Schmerz bei Palpation der Beinvenen). Der sich daraus ergebende Score stratifiziert die Patienten beim revidierten dreistufigen Geneva-Score in drei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit einer LE (gering, mittel oder hoch), beim vereinfachten zweistufigen Geneva-Score in zwei Kategorien für die klinische Wahrscheinlichkeit (unwahrscheinlich, wahrscheinlich).
Im Allgemeinen sollte der dreistufige Score vorzugsweise in Kombination mit einem hochsensitiven D-Dimer-Test angewendet werden (um den Anteil der Patienten zu erhöhen, bei denen eine Lungenembolie ausgeschlossen werden kann). Der zweistufige Score kann verwendet werden, wenn nur ein weniger empfindlicher D-Dimer-Test zur Verfügung steht (um die diagnostische Ausbeute zu erhöhen). D-Dimer-Tests sollten in den Gruppen mit mittlerer und hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer LE nicht zum Ausschluss einer LE verwendet werden.
Sowohl der revidierte als auch der vereinfachte revidierte Geneva-Score wurden extern validiert und werden in den ESC-Leitlinien 2019 für die Diagnose und Behandlung der akuten Lungenembolie zur Beurteilung der klinischen (Vortest-)Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie empfohlen.
